Eine kleine Story am Rande
über meine Reise mit der Diane durch die Sahara.

In Tamanrasset (Südalgerien) sprachen mich drei Jungs aus Köln an
und fragten, ob ich ihnen finanziell aus der Patsche helfen könnte.
Sie hätten zwar jede Menge Euroachecks dabei, könnten diese aber
in Tamanrasset nirgendwo eintauschen.
In Agadez (Nord-Niger) ginge das aber, hätte man ihnen berichtet.

Ich habe ihnen dann 300 DM gegeben.
Sie wollten mir dafür einen Euroscheck geben, was ich aber abgelehnt habe.
Ich wusste ja gar nicht, wieviele Monate oder Jahre ich noch unterwegs sein werde.
Statt dessen gab ich den Jungs die Adresse meiner Mutter in Weißenthurm.
Die Adressen der Jungs waren mir nicht wichtig,
denn wer weiß schon, was sich da im Laufe der Zeit ändert.
Sie könnten das Geld ja bei meiner Mutter abgeben, wenn sie mal dorthin kommen.
Natürlich haben wir uns in Agadez verpasst.

Über ein Jahr später sitze ich mit Meddes und vielen anderen Nerothern
in Andernach in einer unserer Stammkneipen namens "Kaul".
Wer kommt hereinspaziert .... natürlich die drei Jungs aus Köln.
Ein große Hallo.
Wie kommt ihr hier hin?
Sie waren bei meiner Mutter, und diese hat ihnen erzählt,
dass ich gerade in Andernach bin
und sie sollen doch mal in die Altstadt gehen und lauschen,
wo gesungen und Gitarre gespielt wird.
Da würden sie mich finden.

Leider ging der Kontakt verloren.